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 Die Theorie vom Urimpuls als metaphysische Weltentstehungstheorie in 20 Thesen

 
 
 

 

 

 

 

TEIL  1

 
 

 

 
 
 
 

 
 

 

 

Thesen 1 - 6  / Grundsätzliches 

 

These 01.

 

 

Vom Wortstamm her bedeutet "Ur-Impuls" der erste Anstoß überhaupt.

 

 

Erklärung:

Diese begriffliche Definition stellt nicht etwa nur eine Konvention bzw. eine Übereinkunft dar, indem für einen Anfang irgendetwas als das Allererste bezeichnet werden muss. Denn insoweit mit dem urgegebenen Energiebad ohne den Urknall kein Universum bestünde, beginnt mit dem Urknall die Entwicklung der universalen Welt des Daseins. Doch steht einem statischen Energiebad der Unendlichkeits- bzw. Maximalbedingungen (= maximal schwer-heiß-klein) der dynamische Urknall diametral entgegen, weshalb es für dessen Dynamik einen entsprechenden Urimpuls gegeben haben muss. Der den Urknall auslösende Urimpuls ist darum die allererste Aktion in der universalen Weltentstehung.

Was das Problem der Wirklichkeit eines Allerersten anbelangt - also dass gemäß Kausalität - bzw. Ursache und Wirkung - vor einem Ersten immer noch ein anderes Ersteres gegeben sein muss -, so gibt es das nur bei Linearität im Rahmen von gegenständlicher Raumzeit. Bei einer entgegengesetzt ungegenständlichen Raumzeitlosigkeit herrscht reine Potenzialität im Sinne eines bloß virtuellen Seins von quasi holistisch Alles in Allem. Die Unschärferelation Heisenbergs gibt nun hier den entscheidenden Hinweis zum Verständnis von Realität und Potenzialität. Realität - und damit zugleich auch ihr Anfang - ist abhängig von Reflexion z.B. durch einen Beobachter. Von der Potenzialität des Möglichen her, gibt es im Energiebad einen wie auch keinen Beobachter für das zu Beobachtende, in unserem Fall der Urgrund des Seins bzw. das identische uranfängliche Energiebad. Im Fall des Beobachters tätigt der sowohl einerseits den Urimpuls zum Urknall, sowie andererseits eben auch nicht. 

Damit aber aus bloßer Potenzialität Realität bzw. Wahrheit und Wirklichkeit werden kann, bedarf es zwingend einer Rückkoppelung. In unserem Fall muss der den Urimpuls gebende Beobachter zu sich selbst rückschließen, um nicht nur potenziell sondern existenziell bzw. real zu sein. Dies würde er dadurch erreichen, dass er kraft seines von ihm unablässig gehaltenen Urimpulses den Urknall dahingehend vollständig gerichtet ablaufen ließe, bis er sich darin als wiederum den identischen Beobachter hervorgebracht hätte, und das identische täte. Aus der akausalen Potenzialität wäre nun kausale Realität gegenständlicher Raumzeit geworden, wo das gewirkte letzte Ende die lineare Ursache für den ersten Anfang stellt. 

 

These 02.

 

 

Ohne ihn bewegt sich daher nichts zu einer ungegenständlichen Raum- und Zeitlosigkeit, denn Zeit, Raum und Gegenstand definieren sich nur durch Bewegung.

 

 

Erklärung:

Ohne den urdynamischen Urimpuls gibt es keinen Urknall, und das Energiebad bleibt, was es ohne die urknallend zeitnehmende Raumexpansion ist: eine nur punktuelle Vorstufe zum Dasein. Wenn auch in unglaublich unfasslichen Unendlichkeitseigenschaften. Indem das Energiebad ohne Urimpuls mit und in diesen Unendlichkeitseigenschaften unverändert besteht, kann es darin auch keinerlei verändernde Bewegung geben. So ist eben Bewegung dadurch gekennzeichnet, dass mit oder durch sie eine Veränderung stattfindet. Im Ergebnis hat sich ergo ohne irgend eine Veränderung auch keinerlei Bewegung ereignet. Eine Bewegung muss verändern können, um als solche überhaupt vorhanden zu sein. 

Deshalb noch mal als Grundfazit: Wo sich nichts verändert, dort bewegt sich auch nichts, und umgekehrt: wo sich nichts bewegt, dort verändert sich auch nichts, und das betrifft sowohl den Raum als auch die Zeit. Denn erst die verändernde Bewegung definiert Raum und Zeit. Wiederum umgekehrt kann ohne Raum und Zeit keine Bewegung erfolgen, weshalb folglich bei urgegebener Bewegungslosigkeit Raumzeitlosigkeit angezeigt ist. Der alles bewegende dynamische Urimpuls kann daher auch nicht innerhalb des Energiebades erfolgen, sondern muss vom Ganzen bzw. dem Energiebad als solchem geleistet werden. 

Indem das Universum gemäß der Astrophysik erwiesenermaßen einen urknallenden Anfang gehabt hat, und dieser Anfang Zeit und Raum eröffnet, bzw. mit urdynamisch zeitnehmender Raumeröffnung beginnt, ist klar, dass dem Urknall ein urgewaltiger Impuls zugrunde liegen muss, der geeignet war, das Energiebad aus dem Zustand absoluter Statik in das Gegenteil einer absoluten Dynamik zu befördern.

 

These 03.

 

 

Als erster Anstoß ist der dabei bewirkte Ur-Unterschied darum der von beweglich raumzeitlichem Sein und unbeweglich raumzeitlosem Nichtsein, oder verkürzt von Leben und Tod.

 

 

Erklärung:

Jedem ist klar, dass Nichtsein oder Nichts weder raumzeitlich noch beweglich sein kann. Denn da ist ja nichts, was sich in und mit Raum und Zeit bewegen könnte. Daraus ergibt sich nun, dass umgekehrt dann das Sein dadurch gekennzeichnet ist, dass sich etwas - Ding oder Sache - in und mit Raum zeitnehmend bewegen kann. Aus dem vorhandenen Gegensatz von Sein und Nichtsein folgt wiederum, dass das Dasein oder Universum immer nur als ein solch binäres System bestehen und funktionieren kann.

Auch wie die Binarität der Computertechnik beweist, kann das Sein nicht ohne das Nichtsein gedacht werden. Nur "Strom an" als 1, oder nur "Strom aus" als 0 ergibt jeweils Nichts, bzw. ein Nichtsein der erst zusammen aus 1 und 0 gebildet werden könnenden Datenwelt. Auf das Universum übertragen ist also nur monolithische Energie wie im Energiebad eine bloße 1 und damit Nichts. Mit der Umkehrung der 1 in die 0 durch den Urimpuls zum Urknall bildet sich die universale Welt des Daseins bestehend aus e=mc² als 1 und Vakuum als 0.

Rein begrifflich ist Nichtsein das Fehlen von Sein, oder ganz gewöhnlich das Gegenteil von Sein. Wir erdenken uns nicht nur das Nichtsein, sondern erleben es mit unserer Nichtexistenz vor Zeugung und Geburt sowie zuletzt wieder mit unserem Tod als ein auf uns selbst bezogenes konkretes Nichtsein. Ohne den Urimpuls als Anstoß zum Urknall bleibt das urgegebene Energiebad als bloße 1 ein nur potenzielles Sein, wenn auch mit Unendlichkeitseigenschaften. Erst mit hinzukommendem Nichtsein - bzw. der 0 - entsteht eine Welt des Daseins, die ansonsten ohne Nichtsein nicht bestünde. 

 

These 04.

 

 

Seine zentrale Stellung als die Scheide von Sein und Nichtsein lässt ihn den von ihm in Gang gesetzten Trennprozess von Anfang bis Ende beherrschen und bestimmen, was wir als Gerichtetheit erkennen.

 

 

Erklärung:

Indem der Urimpuls das Energiebad als 1 zum Nichtsein in die 0 durch Vakuum herstellenden Urknall umkehrt, muss er für die gesamte Dauer des Urknalls wirksam sein. Die Umkehrung der 1 in die 0 bewirkt keine Löschung der 1, wo die 1 durch die 0 ersetzt würde, und dabei lediglich ein Vorzeichentausch ohne Zustandsänderung stattgefunden hätte. Sondern mit der Umkehrung der 1 in die 0 bleibt die 1 bestehen, bekommt aber die 0 zu ihrer Kehrseite, so dass aus der einzähligen 1 eine zweizähliges 1/0 bzw. binäres System wird. Die Installation von Binarität bedeutet die Geburt und Erstellung von universaler Welt, indem bildlich wie bei einer Münze und ihrer beiden Seiten keine Seite weggedacht werden kann, ohne damit die Münze zu vernichten. Insbesondere hier gilt die grundlegende Erkenntnis, dass das Ganze (= 1/0) mehr ist als die Summe seiner Teile (= 1 + 0). 

Das Nichts oder auch Nichtsein ist eine aktive Leistung des Seins zur Begründung und Sicherung seines Seins. Da genügt es nicht, einmal einen das Energiebad auftrennenden Urimpuls zu erzeugen, der zum Urknallbeginn führt, und dann sofort wieder endet. Bei einem Energiebad der quasi Unendlichkeitsbedingungen bzw. -eigenschaften erfordert seine Umkehrung einen dann entsprechend auf Unendlichkeit angelegten Urimpuls mit einem sich entsprechend ins Unendliche ausdehnenden Urknall. Also dass aus unendlich heiß, schwer und klein die Umkehrung in unendlich kalt, leicht und groß erfolgen muss, wobei der Urimpuls statt nachzulassen sogar noch ständig zuzulegen hätte. Doch dem steht entgegen, dass alles was einen Anfang hatte auch wieder enden muss, weil es ja naturgesetzlich den Anfang immer nur unter der Voraussetzung eines Endes geben kann. 

Diese Naturgesetzlichkeit bewirkt beim Urknall, dass sein Urimpuls als sein Anfang wieder im Laufe des Urknalls eingeholt werden muss, was alsdann das Ende des Urknalls markiert. Es versteht sich von selbst, dass unter solcher Voraussetzung wechselseitiger Abhängigkeiten von Anfang und Ende des Urknalls, die entsprechende Gerichtetheit Kern und Motor des ganzen Systems bzw. des Universums sein muss. Von daher ist der so im Schnittpunkt von Anfang und Ende des Urknalls stehende Urimpuls mit seinem Sein der zentral alles beherrschende, bestimmende und tragende Trennfaktor. Der Trennung entspricht nach physikalischer Erkenntnis die beständige Zunahme der Entropie (= Unordnung). Sie muss sein, damit die Strukturen sich bilden können, welche ja letztlich dazu führen, dass über die Strukturspitze - als Ende von Urimpuls und Urknall - die Einholung des universalen Anfangs erfolgen kann.

 

These 05.

 

 

Physikalisch können wir prinzipiell an den primären Urimpuls nicht herankommen, da alle Physik in Zeit, Raum und Gegenständlichkeit stattfindet, die ja erst durch ihn sekundär ins Dasein tritt.

 

 

Erklärung:

Jedem ist klar, dass die Physik (= Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der unbelebten Natur) Substanz und Materie bzw. e=mc² braucht, um an solcher Natur stattfinden zu können. Die Natur einer punktförmigen Energie mit Unendlichkeitseigenschaften wie das voruniversale Energiebad ist dagegen unfassbare Absolutheit, wo es nichts zu messen, wiegen, zählen und zu ordnen gibt. Auch mathematisch brechen an einem solchen Punkt alle Gleichungen zusammen. Erst mit Urimpuls und Urknall wird ein Universum ins Dasein gehoben, dass zu seiner Existenz zwingend strukturierender Naturgesetze zusammen mit einer entsprechenden Physik bedarf.

Auch wenn mit dem Energiebad eine physikalisch-mathematische Unfasslichkeit vorliegt, so bedeutet dies doch nicht, dass ein Verstehen dieser Absolutheit unmöglich sei. Denn grundsätzlich ist mit dem menschlichen Verstand alles erfassbar, wenn nur über genügend zutreffende Informationen verfügt werden kann. In einer oder mehreren wissenschaftlichen Disziplinen nicht weiterzukommen, kann bedeuten, sich dann einer anderen Disziplin bedienen zu müssen, um Informationen über das Wesen des Zielobjektes erhalten zu können. Im Fall des Energiebades wäre das dann die Metaphysik (= Lehre von den letzten, nicht erkennbaren Zusammenhängen des Seins, vom Übersinnlichen), welche mit ihren Erkenntnismitteln zutreffende Informationen erarbeiten und liefern könnte. 

 

These 06.

 

 

Die Theorie vom Urimpuls muss daher in all ihren Facetten eine metaphysische sein.

 

 

Erklärung:

Dadurch, dass sich das voruniversal totale und singuläre Energiebad infolge seiner Unendlichkeitseigenschaften als Absolutheit jeglicher Physik entziehen muss, gilt das selbstverständlich auch für den auf die Absolutheit einwirkenden Urimpuls. Denn er ist ein urprozessual Dynamik auslösender Trennvorgang an dem dadurch zu absoluter Symmetrie, Homogenität und Gleichgewicht gekennzeichneten Energiebad als die zum Urimpuls gegenteilig statische Ursubstanz. Die Theorie vom Urimpuls ist deswegen über jene Verbundenheit von Urimpuls und Energiebad zugleich sowohl Substanz- als auch Prozessmetaphysik in einem. 

Erst Urimpuls und Energiebad ergeben im Verbund den Urknall, und damit den urknallend umkehrenden Übergang aus der Metaphysik in die Physik. Insoweit jedoch Urimpuls und Energiebad mit dem Urknall Naturgesetze und Physik hervorbringen, ist Physik die Fortsetzung von Metaphysik auf der Grundlage einer systemischen Umkehrung. Dort wo sich in der Physik Anknüpfungspunkte zum Urimpuls ergeben, dort scheint dann auch immer wieder der metaphysische Urgrund hervor. Umgekehrt wird immer dort, wo Physik an Metaphysik grenzt, der Urimpuls noch zu entdecken sein.

 

 
 
 
 

 

 
 
 
 

 

 

INDEX

 
 

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