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 Die Theorie vom Urimpuls als metaphysische Weltentstehungstheorie in 20 Thesen

 
 
 

 

 

 

 

TEIL  2

 
 

 

 
 
 
 

 
 

 

 

Thesen 07 - 12  / Wesen des Urimpulses

 

These 07.

 

 

Die ontologische Notwendigkeit des Urimpulses

 

 

Erklärung:

Die Urenergie bzw. das Energiebad ist als bloße Basis von Sein, noch kein eigentliches Sein, und damit sozusagen nur potenziell oder virtuell. Bildlich in etwa vergleichbar mit einer unbefruchteten Eizelle, die einer Fusion mit dem Samenfaden bedarf, um aus ihr ein Lebewesen entstehen zu lassen, welches ansonsten nicht sein könnte. Um also wirkliches und nicht nur potenzielles Sein zu erzeugen, muss zum Energiebad der Urimpuls hinzukommen. Erst in diesem Verbund ergibt sich ergo ein per Urknall aus der Taufe gehobenes Sein, einschließlich seiner vollständigen Ausbildung zu einem Universum räumlich gegenständlichen Daseins.

Ohne Urimpuls zum Urknall hätte auch das Energiebad keinen Bestand, insoweit es gerade der Urimpuls ist, welcher den Urknall auslösend, damit auch das Energiebad als kosmische Wirklichkeit begründet. Unterbleiben Urimpuls  und Urknall wäre das Energiebad unmittelbar nach seiner Entstehung der Vernichtung zum Nichtsein ausgesetzt. Von daher stellt der Urimpuls mit seinem Sein oder Nichtsein zugleich auch die Weiche zum Sein oder Nichtsein des Energiebades, und damit des hieraus hervorgehenden Universums.

 

These 08.

 

 

Der Urimpuls ist eine Erhaltungsgröße und verwirklicht sich durch Urknall

 

 

Erklärung:

Als Erhaltungsgröße bezeichnet man eine physikalische Größe, welche sich in einem abgeschlossenen System zeitlich nicht ändert. "Abgeschlossenes System" bedeutet, dass keinerlei Kräfte von außen auf Teile des Systems einwirken. Der Impulserhaltungssatz ist einer der wichtigsten Erhaltungssätze der Physik und besagt, dass der Gesamtimpuls und Gesamtdrehimpuls in einem abgeschlossenen System konstant sind. 

Das größtmögliche Ganze ist immer nur eines. Es ist darum als "Uni-Versum" ein in sich abgeschlossenes System, außer dem absolut nichts sein kann. Der Urimpuls ist von daher ein Selbstimpuls des Systems "Universum", mit dem es sich per raumzeitgreifendem Urknall ins Dasein katapultiert . Da der Urimpuls als unveränderliche Erhaltungsgröße kosmisch ersten Grades wirkt, wird seine Wirkung als Urknall solange anhalten, bis durch das System selbst ein ihn beendender Gegenimpuls erfolgt. Wer oder was den Urimpuls erzeugte, der oder das kann ihn auch durch einen Gegenimpuls beenden. Indem der Urimpuls als Urknall an die Zeit gekoppelt ist, bedeutete die Aufhebung der Zeit (z.B. durch Selbsteinholung) auch das Ende des bis dahin dynamisch verlaufenen Urknalls. Der Urimpuls wäre nun quasi eingefroren zu einem ab da statischen Ewigkeitsuniversum.  

 

These 09.

 

 

Der Urimpuls steht in einer direkten Verbindung zur Entstehung des Energiebades.

 

 

Erklärung:

Ebenso wie der Urimpuls hat natürlich auch das Energiebad eine Ursache. Doch beginnt das Universum erst mit dem Urknall als die Entstehung von Raum mit dazugehöriger Zeit, weshalb es beim Urknall auch kein Davor geben kann. Der Urimpuls bildet jedoch die Ursache für den Urknall des Energiebades, und müsste darum gemäß Kausalität vor dem Urknall erfolgen. Die Lösung des Paradoxons liegt nun in der Potenzialität oder auch Virtualität des Seins. Das heißt, dass die Wirklichkeit vor dem Urknall eine rein potenzielle und virtuelle ist, und die tatsächliche Wirklichkeit von einer Verwirklichung des Energiebades und Urimpulses zum Urknall, abhängig ist. 

Ohne eine Instanz, welche über die eigene Wirklichkeit anhand von Energiebad, Urimpuls und Urknall entscheidet, ist keine Wirklichkeit gegeben. Daher ist die Instanz, die den Urimpuls erzeugt, zugleich auch die, welche zuerst das Energiebad erzeugt haben muss. Doch was ist dann mit unserer Raumzeitlosigkeit vor dem Urknall als T = 0? Die Antwort ist "der Geist" oder die Spiritualität. Denn Geist ist weder räumlich noch zeitlich, und trotzdem wirksam. Hinzu kommt, dass Geist eine Einheit bildet zu einem in sich geschlossenen System. Gibt sich ergo der Geist einen auf sich selbst gerichteten Impuls ohne gleichzeitigen Gegenimpuls, so wird sich der Impuls bei Geschlossenheit des Systems ganz ungehindert auspotenzieren können, und im absoluten Maximum als Totpunkt zum Stillstand kommen. Erzeugt ist dabei ein bzw. das Energiebad, wobei jetzt auch vom Geist der Gegenimpuls gesetzt werden kann, der als Urimpuls den Urknall des Energiebades bewirkt.

 

These 10.

 

 

Der Urimpuls ist eine Selbstabstoßung des Energiebades und bewirkt eine Selbstumkehrung.

 

 

Erklärung:

Es ist einem jeden ganz klar, dass erstens der Urknall eine allgewaltige Angelegenheit ist, die darum zweitens eines entsprechend allgewaltigen Anstoßes bedurfte. 

Wenn man sich dann fragt, woher der Urimpuls diese Urgewalt bezog, die allein dazu in der Lage war den Urknall stattfinden zu lassen, so hat man da nur das Energiebad. Doch ist es eben auf den Punkt gebrachte unendliche Hitze, Schwere und Kraft. Richtet sich dieses Potenzial gegen sich selbst, so hat das eine Umkehrung des Energiebades zur Folge, unter Einsatz eben dieses unendlichen Potenzials. Die Veränderung welche dabei bewirkt wird, ist die, das nicht etwa das Potenzial quasi verpulvert wird, sondern dass es sich in neue Eigenschaften begibt. So wird aus dem ausdehnungslos ungegenständlich raumzeitlosen Punkt gegenständliche Raumzeit unendlicher Ausdehnung. Immer auf das Ganze bezogen wandelt sich die Absolutheit in Relativität, und dabei die Hitze in Kälte, und die Schwere in Schwerelosigkeit. 

Die Art und Weise wie sich das Energiebad kraft seines Urimpulses in neue Eigenschaften umkehrt ist einzig und allein die einer Selbstabstoßung. Denn eine Alternative gibt es hierbei schon rein mathematisch nicht. Der Kehrwert ist immer nur durch Umkehrung des Ganzen zu erreichen. Und indem außer dem allumfassenden Energiebad nichts anderes sein kann, ist der Urimpuls ein abstoßender Selbstimpuls. Denn bei naturgesetzlicher Allumfassung kann er nicht anders als in Form einer Selbstabstoßung stattfinden. So bedeutet "Allumfassung" alternativlos zwingend immer absolute unaufbrechbare Selbstbezogenheit in jeder Hinsicht. 

 

These 11.

 

 

Mit dem Urimpuls zum Urgegenstand.

 

 

Erklärung:

Das größtmögliche Ganze ist bekanntlich immer nur eins. Als abgeschlossenes System bzw. "Uni-Versum" nimmt es allen Raum ein, so dass für es selbst kein Raum verbleibt, wohin es sich bewegen könnte. Ohne Bewegung ist aber keine Zeit, und ohne Zeit wiederum auch kein Raum, der Zeit braucht, um uranfänglich zur Entstehung zu kommen. Was also ohne Zeit und Raum besteht, das ist raumzeitlos und ungegenständlich. Denn Gegenständlichkeit braucht bekanntlich den räumlichen Abstand, der seinerseits die Zeit zu seiner Herstellung benötigt. 

Daraus folgt nun, dass Energiebad und Universum erstens raumzeitlos ungegenständlich sind, sowie zweitens auch als einunddasselbe Objekt immer deckungsgleich sein müssen. 

Hierdurch, dass per Urknall aus dem ungegenständlichen Energiebad das raumzeitlich gegenständliche All entstand, muss ergo mit dem Urimpuls zum Urknall Gegenständlichkeit angelegt worden sein. Das heißt, der Urimpuls muss zwingend als Selbstabstoßung stattgefunden haben, wodurch das System Universum in einen Gegen-Stand zu sich selbst getreten ist, und so einen Urgegenstand definierte. Der wiederum wurde alsdann zur Grundlage des von ab in Gegenständlichkeit stattgefundenen Urknalls. 

 

These 12.

 

 

Energiebad und Urimpuls tragen zusammen das Universum.

 

 

Erklärung:

Wie schon beim Gegen-Stand von Urimpuls und Energiebad zur Definierung des universalen Urgegenstandes beide Komponenten für das ganze System grundlegend und ursächlich sind, so tragen auch beide Komponenten quasi als systemische Säulen das Universum. Denkt man hierbei nur den Urimpuls weg, landet man wieder beim Energiebad. Denkt man jedoch das Energiebad weg, so brächte man das Sein als solches zum Verschwinden.

Denn die Grundvoraussetzung von Sein an sich, bildet das zunächst nur potenzielle oder virtuelle Energiebad. Es stellt als Vorstufe zum Sein das universale Objekt für die Frage von Sein oder Nichtsein. Bei nur Potenzialität oder Virtualität ist schließlich eine Schwebe zwischen Sein und Nichtsein gegeben, die vom Objekt - wenn es denn über eine Selbstwahrnehmung verfügt - für sich selbst unausweichlich zu entscheiden ist. Die Entscheidung heißt natürlich hier entweder Urimpuls für das Sein, oder kein Urimpuls für das Nichtsein. 

 

 
 
 
 

 

 
 
 
 

 

 

INDEX

 
 

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